Hermann Gaßner mit perfektem Lauf auf der Schwäbischen Alb.

Hermann Gaßner lies sich vom vielen Regen nicht stören und holte sich auf allen 10 Prüfungen die Bestzeit und damit auch seinen ersten Gesamtsieg in dieser Saison.  Gleich auf der 2. WP zeigte er der Konkurrenz was Sache ist und beendete dies mit 30 Sekunden Vorsprung. Weit abgeschlagen auf dem 2. Platz fand sich das Team Rainer Noller und Uwe Walz im Evo 9 ein. 2008 und 2009 noch als Sieger gefeiert, mussten sie sich in diesem Jahr mit einem lustlosen Turbolader herumärgern. Einen sensationellen 3. Platz erfuhr sich das slowenische Damenteam Asja Zupanc / Tajda Turk im Evo 9 und verwiesen den Mitropa-Cup-Sieger von 2006, Jiri Tošovsky, auf den 4. Rang.

 

In der Division 3 siegte Markus Fahrner im C-Kadett. Der Tscheche Jan Šlehofer drehte mit seinem frontgetriebenen Fiat Punto trotz nasser Strecke mächtig auf und erfreute mit guten Zeiten, spektakulärer Fahrweise und genialem Klang die Zuschauer. Aber Markus Fahrner kam mit den schlüpfrigen Bedingungen immer besser zurecht, gab ordentlich Gas und fuhr sich bis auf 5 Sekunden an Šlehofer ran. Diesem wurden nach einer Reparatur noch 40 Strafsekunden auf gebrummt dadurch fiel er noch 2 Plätze zurück.

 

Noch schlimmer erwischte es den Führenden im ADAC-Masters. Nils Heitmann musste seinen Polo, mit dem er in dieser Saison schon fünf Siege in der Division 6 holte, mit gebrochenem Federbein vorzeitig abstellen. Auch der Masters-Sieger vom letzten Jahr, Carsten Alexy , war vom Pech verfolgt. Sein Audi S2 sprang, nach einem Halt nach WP 8, einfach nicht mehr an. Thomas Wallenwein konnte sich nur 6 magere Pünktchen erfahren. Insgesamt wird es in der Masters-Spitze also wieder enger. Anders im Mitroba-Cup. Hermann Gaßner baut seinen Vorsprung aus und ist auf dem besten Weg den Cup ein viertes Mal zu gewinnen.

 

Den wenigen Zuschauern die sich bei diesem „Sauwetter“ an den weiträumig abgesperrten Zuschauerpunkten eingefunden hatten wurde optisch und akustisch einiges geboten. Und das schon bei den Vorausfahrzeugen wie den Fricker-Mercedes 190, bewegt von Harald Demuth oder die „schnelle Null“ der Evo 9, von Hermann Gaßner Junior. Wer bis zum Nachmittag durchgehalten hatte und zur richtigen Zeit auf der richtigen Prüfung stand, konnte sich sogar von ein paar wenigen Sonnenstrahlen wieder trocknen lassen.

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Text und Bilder: Tobias Lehmann

25.07.2010

Internationales Kräftemessen der „Allrad-Fraktion“

Die neue ADAC Rallye Baden-Württemberg vom 23.-24.Juli 2010 verspricht Aktion und
Hochspannung pur, denn das mit 63 Teams aus mehreren Ländern gut gefüllte Teilnehmerfeld besticht nicht nur durch Masse, sondern vor allem durch Klasse. „Ausschlaggebend für das hochwertige Starterfeld sind zahlreiche Prädikate, allen voran das ADAC Rallye-Masters und der Mitropa Cup, der für internationales Flair im Servicepark sorgen wird“, sagt Organisationsleiter Uwe M.Schmidt.

 

Die Starterliste mit insgesamt 18 „Allradlern“ wird angeführt vom mehrfachen Deutschen Rallyemeister Hermann Gassner. Der Surheimer wird zusammen mit Beifahrerin Karin Thannhäuser(Ufering) im Gruppe-N Mitsubishi Lancer Evo 10 die insgesamt zehn Wertungsprüfungen(WP) rund um Laichingen unter die Räder nehmen. „Wir freuen uns auf einen spannenden Kampf mit der außerordentlich starken Konkurrenz“, sagt Hermann Gassner. „Allerdings steht nicht der Gewinn der Rallye im Vordergrund, sondern einzig und allein die momentane Führung im Mitropa-Cup zu verteidigen“, erklärt Co-Pilotin Karin Thannhäuser.

 

Mit der Startnummer 2 geht Lokalmatador Sandro Wallenwein aus Stuttgart ins Rennen. Zusammen mit Co-Pilot Marcus Poschner(Lautrach) gilt der Deutsche Rallye-Vizemeister im Subaru Impreza N 15 als schärfster Konkurrent von Hermann Gassner. „In erster Linie wollen wir mit unserer Startzusage den Veranstalter unterstützen und den zahlreichen Fans bei unserer Heim-Rallye eine tolle Show bieten“, sagt Sandro Wallenwein. „Natürlich lockt auch der Vergleich mit Hermann (Gassner) und all den anderen starken Fahrern in der Division 4“.

 

Zum Kreis der Sieganwärter gehört ohne Zweifel auch Rainer Noller aus Abstatt, der mit Startnummer 3 den Servicepark in Laichingen verläßt. Der Mitsubishi-Pilot gewann in den vergangenen beiden Jahren die damalige Rallye Baden-Württemberg und strebt nun den „Hattrick“ an. „Dreimal hintereinander gewinnen zu können wäre ein Traumergebnis, doch noch nie war die Konkurrenz so stark wie in diesem Jahr“, erklärt Rainer Noller, der wie immer auf die Ansagen von Stamm-Beifahrer Uwe Walz(Untergruppenbach) hört.

 

Mit dem Rotenburger Carsten Alexy (St.Nr.4) folgt der amtierende ADAC Rallye Masters Sieger. Zusammen mit Karlheinz Knaus(Östringen-Odenheim) steuert der momentane Viertplatzierte der Masters-Wertung einen Audi S2 quattro über die Schwäbische Alb. „Beim letzten Masters-Lauf in Niedersachsen wurde ich Gesamt-Zweiter. Es wäre schön, wenn ich auch diesmal einen Podestplatz erzielen könnte“, hofft Carsten Alexy.


Vor heimischer Kulisse möchte auch der Stuttgarter Thomas Wallenwein (St.Nr.7) gut
abschneiden. „Mein Ziel ist eine Platzierung innerhalb der Top Ten, um Rang drei in der Masters-Tabelle zu festigen“, sagt der 54-Jährige, der wie immer seinen umweltfreundlichen, Flüssiggas betriebenen Gruppe-N Subaru Impreza WRX STI an den Start bringt. „Angesichts der äußerst stark besetzten Division 4 wird dies allerdings sehr schwer. Besonders delikat ist dabei, dass mir mein eigener Sohn Punkte wegnehmen wird“, sagt der Vater von Sandro Wallenwein. Da Stammbeifahrerin Tanja Neidhöfer beruflich verhindert ist, drückt Fred Winklhofer (Passau) den heißen Sitz im leuchtend gelben Autogas-Subaru.

 

Für eine Überraschung im Gesamtklassement der ADAC Rallye Baden-Württemberg könnte Lokalmatador Markus Fahrner sorgen. Der Winnender hat mit seinem Opel Kadett C-Coupe meistens nicht nur die Gruppe-H Wertung sicher im Griff, sondern verblüfft mit seinen WP-Zeiten immer öfter die versammelte Allrad-Fraktion. „Diesmal wird es richtig schwer. Ursprünglich hatte ich einen Podiumsplatz angestrebt, doch nach dem Studium der Teilnehmerliste bin ich mit einer Platzierung zwischen Rang fünf und zehn zufrieden“, sagt der Schwabe, der zusammen mit Beifahrer Sebastian Glatzel(Affalterbach) auf Zeitenjagd geht.

 

Ein Fahrer fehlt allerdings in der Starterliste. Sein Name: Uwe Nittel. Der Publikumsliebling aus Adelmannsfelden musste seine Teilnahme aufgrund einer Terminüberschneidung kurzfristig absagen. Um die Fans entlang der Strecke zu versöhnen, startet nun der mehrfache Deutsche Rallyemeister Harald Demuth(Waldershof) zusammen mit Co-Pilot Hanspeter Brömmer(Ebersbach) im Fricker-Mercedes als sogenanntes „Rallye-Taxi“.


Nähere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie unter:

 

www.rallye-baden-württemberg.de

Text: Veranstalter