Internationales Kräftemessen der „Allrad-Fraktion“
Die neue ADAC Rallye Baden-Württemberg vom 23.-24.Juli 2010 verspricht Aktion und
Hochspannung pur, denn das mit 63 Teams aus mehreren Ländern gut gefüllte Teilnehmerfeld besticht nicht nur durch Masse, sondern vor allem durch Klasse. „Ausschlaggebend
für das hochwertige Starterfeld sind zahlreiche Prädikate, allen voran das ADAC Rallye-Masters und der Mitropa Cup, der für internationales Flair im Servicepark
sorgen wird“, sagt Organisationsleiter Uwe M.Schmidt.
Die Starterliste mit insgesamt 18 „Allradlern“ wird angeführt vom mehrfachen Deutschen Rallyemeister Hermann Gassner. Der Surheimer wird zusammen mit Beifahrerin Karin Thannhäuser(Ufering) im Gruppe-N Mitsubishi Lancer Evo 10 die insgesamt zehn Wertungsprüfungen(WP) rund um Laichingen unter die Räder nehmen. „Wir freuen uns auf einen spannenden Kampf mit der außerordentlich starken Konkurrenz“, sagt Hermann Gassner. „Allerdings steht nicht der Gewinn der Rallye im Vordergrund, sondern einzig und allein die momentane Führung im Mitropa-Cup zu verteidigen“, erklärt Co-Pilotin Karin Thannhäuser.
Mit der Startnummer 2 geht Lokalmatador Sandro Wallenwein aus Stuttgart ins Rennen. Zusammen mit Co-Pilot Marcus Poschner(Lautrach) gilt der Deutsche Rallye-Vizemeister im Subaru Impreza N 15 als schärfster Konkurrent von Hermann Gassner. „In erster Linie wollen wir mit unserer Startzusage den Veranstalter unterstützen und den zahlreichen Fans bei unserer Heim-Rallye eine tolle Show bieten“, sagt Sandro Wallenwein. „Natürlich lockt auch der Vergleich mit Hermann (Gassner) und all den anderen starken Fahrern in der Division 4“.
Zum Kreis der Sieganwärter gehört ohne Zweifel auch Rainer Noller aus Abstatt, der mit Startnummer 3 den Servicepark in Laichingen verläßt. Der Mitsubishi-Pilot gewann in den vergangenen beiden Jahren die damalige Rallye Baden-Württemberg und strebt nun den „Hattrick“ an. „Dreimal hintereinander gewinnen zu können wäre ein Traumergebnis, doch noch nie war die Konkurrenz so stark wie in diesem Jahr“, erklärt Rainer Noller, der wie immer auf die Ansagen von Stamm-Beifahrer Uwe Walz(Untergruppenbach) hört.
Mit dem Rotenburger Carsten Alexy (St.Nr.4) folgt der amtierende ADAC Rallye Masters Sieger. Zusammen mit Karlheinz Knaus(Östringen-Odenheim) steuert der momentane Viertplatzierte der Masters-Wertung einen Audi S2 quattro über die Schwäbische Alb. „Beim letzten Masters-Lauf in Niedersachsen wurde ich Gesamt-Zweiter. Es wäre schön, wenn ich auch diesmal einen Podestplatz erzielen könnte“, hofft Carsten Alexy.
Vor heimischer Kulisse möchte auch der Stuttgarter Thomas Wallenwein (St.Nr.7) gut
abschneiden. „Mein Ziel ist eine Platzierung innerhalb der Top Ten, um Rang drei in der Masters-Tabelle zu festigen“, sagt der 54-Jährige, der wie immer seinen
umweltfreundlichen, Flüssiggas betriebenen Gruppe-N Subaru Impreza WRX STI an den Start bringt. „Angesichts der äußerst stark besetzten Division 4 wird dies
allerdings sehr schwer. Besonders delikat ist dabei, dass mir mein eigener Sohn Punkte wegnehmen wird“, sagt der Vater von Sandro Wallenwein. Da Stammbeifahrerin
Tanja Neidhöfer beruflich verhindert ist, drückt Fred Winklhofer (Passau) den heißen Sitz im leuchtend gelben Autogas-Subaru.
Für eine Überraschung im Gesamtklassement der ADAC Rallye Baden-Württemberg könnte Lokalmatador Markus Fahrner sorgen. Der Winnender hat mit seinem Opel Kadett C-Coupe meistens nicht nur die Gruppe-H Wertung sicher im Griff, sondern verblüfft mit seinen WP-Zeiten immer öfter die versammelte Allrad-Fraktion. „Diesmal wird es richtig schwer. Ursprünglich hatte ich einen Podiumsplatz angestrebt, doch nach dem Studium der Teilnehmerliste bin ich mit einer Platzierung zwischen Rang fünf und zehn zufrieden“, sagt der Schwabe, der zusammen mit Beifahrer Sebastian Glatzel(Affalterbach) auf Zeitenjagd geht.
Ein Fahrer fehlt allerdings in der Starterliste. Sein Name: Uwe Nittel. Der Publikumsliebling aus Adelmannsfelden musste seine Teilnahme aufgrund einer Terminüberschneidung kurzfristig absagen. Um die Fans entlang der Strecke zu versöhnen, startet nun der mehrfache Deutsche Rallyemeister Harald Demuth(Waldershof) zusammen mit Co-Pilot Hanspeter Brömmer(Ebersbach) im Fricker-Mercedes als sogenanntes „Rallye-Taxi“.
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Text: Veranstalter
