Mohe gewinnt Heimspiel

Scheinbar konkurrenzlos holte sich Carsten Mohe den Sieg bei der 48. ADMV Erzgebirgsrallye. Doch das Gesamtergebnis täuscht ein wenig. Maik Förster der noch am Freitag Abend auf WP1 die Bestzeit fuhr, schied nach WP 2 aus und kam als Sieganwärter nicht mehr in Frage.

 

Der haushohe Favorit Peter Corazza bekam Gerüchten zu Folge scheinbar eine sehr hohe Zeitstrafe oder hatte irgend ein anderes schwerwiegendes Problem. Nach dem Reifenschaden vom Freitag blieb das Pech an ihm kleben und er wurde trotz Bestzeit nach WP 2 nur noch auf Platz 52 geführt. Das war aber kein Grund die Flinte ins Korn zu werfen und so fuhr das Team Corazza/Kunze wie der Teufel. Alle WP´s vom Samstag wurden auf der letzten Rille und mit Bestzeit absolviert. Zwischen 10 und 20 Sekunden pro WP saugte sich der EVO an die Spitze heran und wird nun im Moment auf Platz vier im vorläufigen Endergebnis geführt. Das zeigt deutlich, wer hier hätte eigentlich gewinnen müssen.

 

Eine klasse Vorstellung und eine saubere Leistung lieferte auch das tschechische Team, Jiri Ing. Pertlicek /Petr Picka, im Mitsubishi Lancer Evo 9 ab und wurde dafür mit einem bis jetzt inoffiziellen zweiten Platz belohnt. Platz drei ging an das Team Niklas Birr / Nico Eichenauer in einem Renault ClioR3 Access. Durch eine sehr hohe Ausfallquote kamen gerade mal 36 Teams ins Ziel.

 

 

Text und Bilder: Tobias Lehmann

09.04.2011

Beim ADAC Rallye Masters bleibt alles beim Alten

Bilder: Rallye Erzgebirge 2010

 

Wie auch in der vergangenen Saison wird es im Rahmen des ADAC Rallye Masters wieder fünf Vorläufe und zwei Finalläufe geben. Da der ADAC auf alt bewährtes setzt, wird sich auch in diesem Jahr ein großes Starterfeld zusammenfinden. Schon 2010 war das Starterfeld, im Vergleich zu 2009, enorm angewachsen. Kein Wunder, bietet sich doch hier die Möglichkeit, bei einem Nenngeld von 250 € pro Rallye, finanziell überschaubaren Rallyesport zu betreiben. Allerdings ist wiederum die Anzahl der Teams, die mehr als die Hälfte der Läufe gefahren sind, verschwindend gering. Nimmt man die Dieselfraktion, ( HJS Diesel Masters ) die in der abgelaufenen Saison noch im ADAC Rallye Masters eingebunden war, hier noch aus der Rechnung, bleiben gerade mal 11 Teams übrig.

 

Die Fans, die, von bestimmten Ballungsgebieten mal abgesehen, gleichmäßig im ganzen Land verteilt sind, kommen jedenfalls nicht zu kurz, da die Läufe im gesamten Bundesgebiet gut verteilt sind. Genau das ist vielleicht der Grund warum trotz des relativ geringen Nenngeldes viele Teams nur ausgesuchte Veranstaltungen fahren, zumal eine Einschreibung im Masters nicht nötig ist. Dem Zuschauer wird das relativ egal sein solang Nord wie Süd und Ost wie West ein möglichst abwechslungsreiches und großes Starterfeld vorhanden ist. Auftakt ist wie gewohnt am 8. und 9. April zur 48.ADMV Rallye Erzgebirge.

 

 

Vorläufe
08./09.04. 48. ADMV Rallye Erzgebirge
29./30.04. 24. ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land
27./28.05. 22. ADAC Litermont-Rallye
17./18.06. 41. ADAC Rallye Stemweder Berg
01./02.07. ADAC Rallye Niedersachsen

Finalläufe
09./10.09. 4. ADAC Ostsee-Rallye
21./22.10. ADAC 3-Städte-Rallye

Text: Tobias Lehmann

06.01.2011

Erze geht an den Start

Mildenau 2010

Nach anfänglichem Bangen bei den Fans können nun doch alle dem Saisonstart zum ADAC Rallye Masters im Erzgebirge entgegen fiebern. Die Meldungen, dass die Erze wegen zu geringer Teilnehmerzahl auf der Kippe steht sorgten für Unruhe bei den Fans. Schnell hatte der Veranstalter erkannt, dass man so eine Traditionsveranstaltung nicht einfach ausfallen lassen kann und gab grünes Licht für die Erze. Gut 60 Starter sind es noch geworden die nun am Freitag Abend in die erste WP, den Rundkurs in Jahnsdorf, gehen. Insgesamt sind es gut 100 anspruchsvolle Prüfungskilometer die wieder einen recht hohen Schotteranteil ( ca. 20% ) beinhalten.

 

Die Prüfung Schlettau wird fast ausschließlich auf Platte gefahren. Die Rundkurse Mildenau und Jahnsdorf sind beide mit Schotterkilometern versehen. Die einzige reine Asphaltprüfung ist deshalb aber trotzdem nicht zu verachten. Die Prüfung Oberdorf verläuft zu einem sehr großen Teil durch die namensgebende Ortschaft. Enge Dorfstraßen, Bodenwellen, Spitzkehren, enge Brücken und viele, nahe der Ideallinie gelegene Häuserwände und Zäune verzeihen keinen Fehler. Einziger Wermutstropfen für die Fans: Da die Prüfung über alle Straßen des sehr weitläufigen Ortes führt, sind die Laufwege zu den vielen Schlüsselstellen dieser Prüfung sehr weit und schwierig.

 

Wer ganz vorn mit dabei sein will, wird sich wohl an den Zeiten vom Vorjahressieger Peter Corazza orientieren müssen. Der will natürlich sein Heimspiel gewinnen, das wäre der vierte Sieg in Folge. Bisher gelang dies nur Ruben Zeltner der in diesem Jahr leider nicht an den Start gehen wird.Schärfster Konkurrent und ein weiterer Anwärter auf den Sieg sollte Carsten Mohe sein. Der Crottendorfer fährt quasi vor seiner Haustür mit seinem neu aufgebauten Renault Mégane N4. Das dieser rund 280 PS starke Fronttriebler schnell sein kann, stellte er gleich bei seinem ersten Einsatz, bei der Wikinger – Rallye, unter Beweis. Platz 6 beim DRM – Auftakt war das Resultat.

 

Wir dürfen also gespannt sein auf dieses sich anbahnende Duell. Oder mischt ganz vorn doch noch ein ganz anderes Team?

Text und Bild:  Tobias Lehmann

06.04.2011