Erze geht an den Start
Nach anfänglichem Bangen bei den Fans können nun doch alle dem Saisonstart zum ADAC Rallye Masters im Erzgebirge entgegen fiebern. Die Meldungen, dass die Erze wegen zu geringer Teilnehmerzahl auf der Kippe steht sorgten für Unruhe bei den Fans. Schnell hatte der Veranstalter erkannt, dass man so eine Traditionsveranstaltung nicht einfach ausfallen lassen kann und gab grünes Licht für die Erze. Gut 60 Starter sind es noch geworden die nun am Freitag Abend in die erste WP, den Rundkurs in Jahnsdorf, gehen. Insgesamt sind es gut 100 anspruchsvolle Prüfungskilometer die wieder einen recht hohen Schotteranteil ( ca. 20% ) beinhalten.
Die Prüfung Schlettau wird fast ausschließlich auf Platte gefahren. Die Rundkurse Mildenau und Jahnsdorf sind beide mit Schotterkilometern versehen. Die einzige reine Asphaltprüfung ist deshalb aber trotzdem nicht zu verachten. Die Prüfung Oberdorf verläuft zu einem sehr großen Teil durch die namensgebende Ortschaft. Enge Dorfstraßen, Bodenwellen, Spitzkehren, enge Brücken und viele, nahe der Ideallinie gelegene Häuserwände und Zäune verzeihen keinen Fehler. Einziger Wermutstropfen für die Fans: Da die Prüfung über alle Straßen des sehr weitläufigen Ortes führt, sind die Laufwege zu den vielen Schlüsselstellen dieser Prüfung sehr weit und schwierig.
Wer ganz vorn mit dabei sein will, wird sich wohl an den Zeiten vom Vorjahressieger Peter Corazza orientieren müssen. Der will natürlich sein Heimspiel gewinnen, das wäre der vierte Sieg in Folge. Bisher gelang dies nur Ruben Zeltner der in diesem Jahr leider nicht an den Start gehen wird.Schärfster Konkurrent und ein weiterer Anwärter auf den Sieg sollte Carsten Mohe sein. Der Crottendorfer fährt quasi vor seiner Haustür mit seinem neu aufgebauten Renault Mégane N4. Das dieser rund 280 PS starke Fronttriebler schnell sein kann, stellte er gleich bei seinem ersten Einsatz, bei der Wikinger – Rallye, unter Beweis. Platz 6 beim DRM – Auftakt war das Resultat.
Wir dürfen also gespannt sein auf dieses sich anbahnende Duell. Oder mischt ganz vorn doch noch ein ganz anderes Team?
Text / Bild: Tobias Lehmann








