Schotterspektakel in den Startlöchern
Am kommenden Wochenende findet Deutschlands größte Schotterrallye statt und damit auch gleichzeitig der vorletzte Lauf der DRS. Vom 14. - 16. Oktober wird, bei der 11. ADMV-Lausitz-Rallye, die Tagebaulandschaft rund um Boxberg wieder ordentlich umgepflügt. Schon jetzt haben sich 120 Starter angemeldet darunter befinden sich gleich 10 WRC. Aber auch das restliche Feld kann sich sehen lassen. In der DRS geht es nochmal in einen harten Punktekampf deshalb sind alle gut platzierten Teams aus der Serie natürlich am Start und werden sich auch nichts schenken.
Die harten Bedingungen im Tagebaugebiet und die fehlende Traktion bei den Hecktrieblern auf diesem Geläuf zwingen allerdings die Porschefahrer dazu auf andere Fahrzeuge auszuweichen. Nur einer hat es bis jetzt gewagt einen Porsche bei der Lausitzrallye einzusetzen. Auch in diesem Jahr lässt er sich dieses Event natürlich nicht entgehen und jeder der sich im Rallyesport ein wenig auskennt weiß natürlich längst, es ist kein geringerer als Mathias Kahle. In diesem Jahr greift er wieder auf seinen gewohnten Allradantrieb zurück und wird den bewährten Skoda Oktavia WRC auf Bestzeitkurs durch den Tagebau schicken. Genauso wie auch Maik Stöltzel der ebenfalls wieder seinen Oktavia WRC aus der Garage holen wird um sich diese Veranstaltung nicht entgehen zu lassen.
Einzig Porschepilot Anton Werner wird wohl nicht antreten und der Konkurrenz das Schlachtfeld kampflos überlassen. Zumindest steht er bis jetzt nicht in der Nennliste und wird evtl. die Lausitzrallye als Streichresultat abhaken. Allerdings würde ihn das mit Sicherheit wertvolle Punkte kosten da sein direkter Verfolger, Olaf Dobberkau, nur drei Punkte Rückstand hat. Der hat zumindest schon genannt, aber es wird noch gemunkelt mit welchem Fahrzeug er an den Start gehen wird. Sicher ist, auch sein Porsche wird an diesem Wochenende nicht bewegt werden. Er hat die Wahl zwischen Subaru oder Mitsubishi.
Dahinter wird ein harter Kampf bei den Fronttrieblern ausgetragen. Carsten Mohe und Mark Muschiol werden sich mit ihren Renault Clio duellieren. Bei Mark Muschiol geht es immerhin um die Verteidigung von Platz 3 in der DRS. Und auch der derzeit auf Platz 4 liegende Benjamin Hübner in seinem Citroen C2R2max wird heftig im Lausitz Schotter kratzen. Zum sehenswerten und großen Starterfeld gehören neben den WRC´s und dem DRS - Startfeld natürlich auch die „Eisenschweine“ aus Schweden; schwere Volvo´s mit nervösem Heck. Oder die ebenfalls heckgetriebenen BMW 318i. Natürlich dürfen auch die Trabis nicht fehlen die im Rahmen des ADMV-Trabant-Rallye-Cups gegeneinander antreten werden.
Neu und lobenswert ist die Verlegung des Serviceplatzes von Weißwasser nach Boxberg. Somit wird es in diesem Jahr einen Service ohne knöcheltiefen Schlamm geben. Schwer für die Teams und interessant für die Zuschauer wird sicher die Mammut - Prüfung Reichwalde mit einer Länge von rund 25 Kilometer. Damit wurde der Rekord von der Rallye Zwickauer Land mit einer 21 Kilometer langen Prüfung gleich wieder eingestellt. Mensch und Maschine, und auch dem Zuschauer, wird in der Tagebaulandschaft wieder alles abverlangt. Zieht euch warm an, packt die Gummistiefel ein und genießt das Schotter - Event des Jahres !
Text: Tobias Lehmann
11.10.2010
Mark van Eldik gewinnt spektakulär in der Lausitz.
Mark van Eldik konnte das Duell WRC gegen S 2000, welches sich ab der ersten WP durch die gesamte Rallye zog, am Ende für sich entscheiden. Mit seinem Mitsubishi Lancer WRC fuhr er am Ende mit einem Vorsprung von 38,6 Sekunden vor Leszek Kuzaj im Skoda Fabia S 2000 durchs Ziel. Schon weit abgeschlagen auf dem 3. Platz mit knapp 4 Minuten Rüchstand landete das ungarische Team Korda, Eric / Penderik, Laszlo im Subaru WRC. Im DRS – Feld war Maik Stöltzel mit seinem Oktavia WRC und einem 7. Gesamtrang der Schnellste. Mitfavorit Olaf Dobberkau war vom Pech verfolgt und kam mit seinem gemietetem Subaru WRC nicht sehr weit. Am Freitag bremste ihn ein Kupplungsdefekt aus und am zweiten Tag verabschiedete sich das Getriebe. Schnellster Frontkratzer in der Lausitzer Schotterwüste, und sensationell unterwegs, war Karsten Mohe mit seinem Renault Clio R3 Maxi.
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Text/Bilder: Tobias Lehmann
16.10.2010








