Rallyekrimi endete zu Gunsten von Felix Herbold

Felix Herbold kann es nicht lassen! Schon wieder gelang es dem Youngster ganz nach vorn zu fahren! Dabei verwies er den mehrfachen deutschen Rallyemeister, Matthias Kahle, auf Rang 2 mit einem Vorsprung von 51,9 Sekunden. Kahle nutzte die Sachsen-Rallye als Testlauf für die kommenden IRC-Einsätze. An den völlig entfesselten Herbold kam er trotz 100 prozentigem Einsatz nicht heran. Kahles Markenkollege u. Rivale von Felix, Mark Wallenwein war vom Pech verfolgt. Er handelte sich auf einer WP einen Reifenschaden ein und fiel somit auf Gesamtrang 7 zurück.

 

Dabei hätte es für Felix auch anders kommen können, denn am Freitag hingen ihm 3 Teams innerhalb von nur 6 Sekunden im Nacken. Vorjahressieger, Olaf Dobberkau hätte theoretisch auch dazu gehört, aber er erhielt eine Zeitstrafe von 40 Sekunden und war am Ende des ersten Renntages nicht mehr in direkter Schlagdistanz zu Felix.

 

Am Samstag lichtete sich das Feld in dieser engen Spitzengruppe. Besonders ärgerlich war es für Ruben Zeltner, der auf Platz 3 liegend mit einem technischen Defekt aufgeben musste. Mark Wallenwein hatte einen Reifenschaden und fiel weit zurück. Andere Teams, die in Lauerstellung lagen konnten wieder angreifen. Darunter zählten u.a. Maik Stölzel, Peter Corazza und Olaf Dobberkau. Wobei Peter Corazza seinen Allradvorteil auf Schotter ausgenutzt hat und sogar die Bestzeit auf der Wertungsprüfung 14 „Vielau“ für sich buchen konnte. Vermutlich war der Schotteranteil, genau dieser Prüfung für Maik Stölzel ein Nachteil, er fiel von zwischenzeitlich Gesamtrang 3 liegend auf den Gesamtrang 5 zurück.

 

Olaf Dobberkau sah jetzt wieder das Podest vor Augen und holte alles aus seinem Porsche heraus. Trotz Zeitstrafe am Vortag, einen Reifenschaden auf dem Schotterstück der WP Vielau erreichte er am Ende den dritten Gesamtrang, mit dem er gar nicht mehr gerechnet hatte.

 

Im warsten Sinne des Wortes „brennt(z)lich“ wurde es für Felix Herbold am Ende der WP 11 „Fraureuth“. Über anfangs leichte Rauchentwicklung am Heck seines Fiesta S2000 machte sich Felix keine Gedanken. Er dachte an eine zu heiß gewordene Bremse u. gab Gas, um sie wieder abzukühlen. Doch plötzlich stand das Heck seines Boliden in Flammen und die beiden nachfolgenden Skoda-Teams Kahle u. Wallenwein eilten schnell zur Hilfe und löschten den Brand.

 

Nach Absprache mit seinem Team konnte Felix Herbold die restlichen Prüfungen, trotz verkohlten Hecks, zu Ende fahren.

Text: S. Geisler / T. Lehmann 

Bilder: T. Lehmann / P. Hempel

14.05.2011

DRS startet in Sachsen

Am Freitag, den 13.05.2011, um 16:30 Uhr fällt der Startschuss zum 1. DRS – Lauf 2011 auf dem Zwickauer Kornmarkt. Wenn dort das erste Fahrzeug an den Start rollt haben sich rund um den Start und auf dem Hauptmarkt schon längst die Service – Teams eingerichtet.

Beide Plätze liegen nur besucherfreundliche 5 Minuten Fußmarsch auseinander. Der Rundkurs ist vom Service ebenfalls zu Fuß erreichbar. Hierfür muss man 10 Minuten einplanen. Wie jedes Jahr wird der Rundkurs das Highlight für die Fans.

 

Allerdings müssen sie auf einen besonderen Rallye-Sound verzichten. Der Tunnel gehört in diesem Jahr nicht mehr zum Rundkurs. Es wird diesmal schon vor dem Tunnel gewendet. Der Veranstalter ist der Meinung, dass es für die Zuschauer besser ist da sie die Fahrzeuge im Tunnel ja nicht sehen können. Wir meinen: Manchmal reicht hören völlig aus ! Sicher spielen hier auch andere Gründe eine Rolle. So war der Vorteil den einige Boliden aus der sehr langen Geraden ziehen konnten nicht zu übersehen. Der Vorjahressieger Olaf Dobberkau passierte den Tunnel immerhin mit gut 240 km/h. Der Rundkurs wird am Freitag zweimal gefahren. Vor dem Start der Rallye-Teams und in der Pause wird ein tolles Rahmenprogramm geboten. Die Zuschauer können sich unter anderem auf einen New Stratos mit satten 540 PS freuen, mit dem der Coburger Michael Stoschek ein paar fette Streifen auf den Zwickauer Asphalt ziehen wird.

 

Die Prüfungen rund um Zwickau sind alles bekannte Strecken. Am Freitag wird wie immer, außer dem Rundkurs, noch die WP Neuschönburg und die Prüfung in Hirschfeld gefahren. Am Sonnabend dann wieder die 21 km lange anspruchsvolle Prüfung Stangengrün und auch unverändert die Prüfung Kirchberg. Ebenfalls eine alte Bekannte ist die Prüfung Fraureuth. Die Prüfung Vielau kennen viele auch schon von der Rallye Zwickauer Land.

 

Der Kampf um den Sieg kann durchaus recht eng werden. Die Skoda – Teams von Matthias Kahle und Mark Wallenwein gehören mit Sicherheit zu den Favoriten, aber Olaf Dobberkau will natürlich seinen Erfolg vom letzten Jahr wiederholen. Felix Herbolt steht ebenfalls mit auf der Rechnung und gilt, genauso wie die beiden Skodas, als ausgezeichneter Porschejäger. Selbst Ruben Zeltner kommt inzwischen mit seinem Porsche gut zurecht und könnte für eine Überraschung sorgen.

 

Starterliste + Zeitplan findet ihr unter: www.avd-sachsen-rallye.de

Text und Bild: Tobias Lehmann

11.05.2011

AvD Sachsen-Rallye 2011

Auf den Podestplätzen geht es eng zu!

 

Felix Herbold sicherte sich in seinem Ford Fiesta S2000 für den heutigen Tag eine hauchdünne Führung. Mit gerade mal 0,9 Sekunden konnte er sich vor Mark Wallenwein im Skoda Fabia S2000 behaupten. Bester Porsche auf dem dritten Platz ist Ruben Zeltner. Es wurde ja schon vermutet, dass er seinen Heimvorteil nutzen kann. Nur 2,3 Sekunden fehlen ihm zur Spitze. Der zweite Skoda S2000 wird von Matthias Kahle pilotiert und reiht sich mit 6 Sekunden Rückstand auf dem 4. Platz ein. Dahinter kommt, mit rund 40 Sekunden Rückstand schon leicht abgeschlagen, der Vorjahressieger Olaf Dobberkau. Da müssen es morgen alle nochmal ordentlich fliegen lassen und wir dürfen uns auf einen heißen Kampf am zweiten Renntag freuen.

 

Weitere Ergebnisse findet ihr hier:

http://avd-sachsen-rallye.de/ergebnisse.html

Der Ritt auf der Kanonenkugel - Ein Erlebnisbericht über die Mitfahrt bei Matthias Kahle beim Shakedown der Sachsenrallye 2011