Ruben Zeltner gewinnt Staubkampf in der Lausitz
Lausitzspezialist Matthias Kahle behauptete in seinem Fabia S2000 souverän die Spitze des Feldes. Ruben Zeltner blieb ihm aber in Lauerstellung dicht auf den Fersen. Nie war der Abstand größer als 5 Sek. ! Auf WP 7 schlug Ruben zu und sicherte sich eine hauchdünne Führung. Diese gab er bis zum Ende nicht mehr her und kam mit genau 5 Sek. Vorsprung ins Ziel. Markenkollege Mark Wallenwein sicherte sich mit einem Rückstand von reichlich einer Minute den dritten Podestplatz. Richtig für Wirbel sorgte ein Damenteam aus Schweden. Ramona Karlsson und Miriam Walfridsson waren bis zu ihrem Ausfall wegen einer gebrochenen Lenkstange an ihrem Mitsubishi Lancer Evo X, so schnell unterwegs, dass sie zum Zeitpunkt ihres Ausfalls auf Gesamtrang 4 lagen. Den erbte am Ende das polnische EVO-Team Rzeznik Maciej/Mazur Przemyslaw.
Schnellster im stark reduzierten Feld der DRS, nach 10 Wp´s waren nur noch 5 Teilnehmer dabei, war Maik Stölzel im gemieteten Skoda Fabia WRC. Mit seinem sechsten Platz konnte er vorläufig die Führung in der DRS-Wertung übernehmen. Mit dem Handling seines Mietautos hatte er so seine Probleme. Der Sitz ging nicht auf seine Bedürfnisse einzustellen und der kurze Radstand machte ihm auch zu schaffen. Auch das Getriebe arbeitete schon am Freitag nicht hundertprozentig.
Die meisten Probleme machte aber der Staub. Es wehte kein Lüftchen über der Tagbaulandschaft und die Staubwand wollte einfach nicht abziehen. Bei solchen Bedingungen muss der Aufschrieb stimmen. Fahrer und Veranstalter fanden das Risiko aber einfach zu groß, und so wurden am Freitag zwei Prüfungen nicht gefahren und auch am Samstag fiel die letzte Prüfung diesen Bedingungen zum Opfer. Man kann hier sehr geteilter Meinung sein und dementsprechend unterschiedlich waren die Stimmen. Da die Fahrer maßgeblich an diesen Entscheidungen mit beteiligt waren hörte man von den Fans Aussagen von: „Das sind Weicheier“ bis „Sicherheit geht vor“ so ziemlich alles. Wir können nur hoffen, dass das Projekt Lausitz Rallye dadurch keinen Schaden genommen hat und auch nächstes Jahr so wieder stattfindet. Denn insgesamt gesehen war es eine gelungene und sehr anspruchsvolle Rallye. Für das ein oder andere weitgereiste Team ist es sicher sehr ärgerlich wenn soviel Prüfungskilometer und dazu noch mit in Deutschland einmaligen Schotterbedingungen, ausfallen.
Autor / Foto: Tobias Lehmann
Nennrekord bei der Lausitz-Rallye 2011
Viele Fahrer und natürlich auch Fans warten schon das ganze Jahr darauf. Nun ist es soweit! Nur noch wenige Tage bis es wieder heißt „3-2-1 Schotter“ ! Einen Nennrekord gibt es schon zu verbuchen. Es werden über 130 Teilnehmer insgesamt an den Start gehen. Gefahren werden 170 WP-Kilometer an 2 Tagen (Freitag+Samstag). Für die Teilnehmer der nationalen Veranstaltung sind ca. 111 WP-Kilometer an 1 Tag (Samstag) vorgesehen. Das Starterfeld kann sich auf jeden Fall sehen lassen.
Es werden insgesamt 7 World-Rally-Cars und 2 vom Skoda Team Deutschland eingesetzte Fabia S2000 an den Start gehen. Die WRC werden pilotiert von: Zeltner, van Eldik, Stölzel, de Jong, Dobberkau, Korda und Macek. In den S2000 sitzen Matthias Kahle und Mark Wallenwein, die die Lausitz-Rallye als Schotter-Test für die bevorstehenden IRC-Läufe in Schottland und Zypern nutzen. Hinzu kommen noch einige nahmhafte Starter aus dem In- und Ausland.
Spannend wird es auf jeden Fall in der DRS werden. Hier kämpfen Robert Stöber und Maik Stölzel um den Titel. Gerade einmal 9 Punkte trennen die Beiden voneinander. Und 2 Läufe gilt es noch zu absolvieren. Mal sehen was bei dem „ungleichen Kampf“ zwischen VW Polo GTI und Skoda Fabia WRC herauskommen wird.
Dieses Jahr scheint es keine Schlammschlacht in der Lausitz zu geben, wie in den letzten Jahren. Laut Wettervorhersage soll es sommerlich warm und trocken bleiben.
Nähere Informationen zur Veranstaltung, z.B. Nennliste, Rallye-Guide etc. findet ihr auf der Homepage www.rrc-lausitz.de !
Text / Bild: Sebastian Geisler
26.09.2011
Rückblick Lausitz Rallye 2010: Bildergalerie Video








