East Belgian Rally 2011
Wertungslauf zur belgischen und zur luxemburgischen Rallye-Landesmeisterschaft
Zum zweiten Mal in Folge ist das Kultur-, Konferenz- und Messezentrum Triangel in St.Vith in der belgischen Eifel am zweiten Wochenende des Monats Oktober 2011 Dreh- und Angelpunkt der East Belgian Rally (EBR). Es handelt sich um einen Wertungslauf zur belgischen und zur luxemburgischen Rallye-Meisterschaft. Aus beiden Ländern werden die Top-Fahrer am Start sein. Die belgische Rallye-Landesmeisterschaft (Belgian Rally Championship - BFO-BRC) steht 2011 auf einem hohen Niveau mit der Teilnahme erstklassiger WRC- und GT-Autos. Sogar zwei Ex-Werksautos von Citroën Racing sind mit von der Partie (Foto), wovon eines vom sechsfachen Champion, Titelverteidiger und Führenden in der Gesamtwertung, Pieter Tsjoen, gesteuert wird.
Mehr als 100 Teams werden die EBR am Samstag, 8. Oktober 2011, unter die Räder nehmen. Es werden auch viele Rallyefans aus Deutschland in St.Vith und Umgebung erwartet. Die Region
Ostbelgien hat nämlich eine lange Rallyetradition. Ein besonderer Leckerbissen werden sicherlich auch die rund 30 Classic-Autos aus mehreren Ländern sein, die Rallyegeschichte geschrieben haben
(Ford, Toyota, Alpine, MG, Opel, Lancia, Peugeot, Talbot, Triumph, Audi, usw.): Unter dem vielsagenden Motto >Slowly Sideways< werden sie das Publikum entlang der Strecke mit spektakulären
Demofahrten erfreuen.
Ebenfalls erste Sahne sind die herrlichen Wertungsprüfungen (WP) in der malerischen Umgebung der fünf belgischen Eifelgemeinden: St.Vith, Burg-Reuland, Amel, Büllingen und Bütgenbach. Start
der Ostbelgien-Rallye am Samstag, 8. Oktober, um 9 Uhr in St.Vith (am Triangel). Dortselbst Zielankunft um 22.30 Uhr. Anschließend After-Rally-Party im Triangel. Erkundungsfahrten am
Freitag, 7. Oktober.
Veranstalter der EBR sind die Clubs TAC aus Tielt in Flandern und AMC St.Vith aus der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens.
Info im Netz: www.eastbelgianrally.eu
East Belgian Rally 2011 in der belgischen Eifel
Pieter Tsjoen feiert seinen 7. Titel nach einem Rallye-Krimi
Am Wochenende fand der vorletzte Lauf zur belgischen Rallyemeisterschaft rund um St. Vith in den deutschsprachigen Gemeinden Ostbelgiens statt.Bei schwierigsten Witterungsverhältnissen wurde hervorragender Motorsport auf höchsten Niveau geboten. Leider fehleten die Lokalmatadoren Thierry Neuville (IRC Schottland), Bruno Thiry (gibt nächstes WE das Debüt des DS3 in Luxembourg), sowie der belgischen Rallyelegende Patrick Snijers im Mini der aus Budgetgründen (Rallye Condroz) auf einen Start verzichtete.
So deutete alles auf einen packenden Zweikampf der beiden Citroèn C4 WRC Piloten Pieter Tsjoen und seines Konthrahenten Alexandre Romain hin, welcher sich auch vom Start an erwartungsgemäß so
zutrug. Die beiden Teams schenkten sich gegenseitig nichts, der Abstand blieb stetig im Bereich von 20-30 sec untereinander.
Bei den extrem nassen und damit rutschigen Pisten, welche teils auf Schotter ausgefahren wurde, mutierte die Reifenwahl zum Lotteriespiel da auch teilweise Wolkenlücken auftraten und für kurzzeitige trockene Pisten sorgten. Auf der vorletzten Prüfung war für Spitzenreiter Tsojen die Rallye beinahe schon vorzeitig beendet als er von der Strecke abkam und die Frontpartie seines C4 beschädigte und somit einen Großteil seines Vorsprungs von 22 sec. einbüßte. Unter diesen Umständen mussten diese nun befürchten das das Polster von 8 sec. auf der letzten WP nicht ausreichen würde.
Doch als Alexandre Romain in besagter letzter WP den Bogen zu weit spannte und ebenfalls von der Strecke flog und aufgeben musste, war die Sache gelaufen. Pieter Tsjoen gewann die EBR und durfte
sich auf dem Zielpodium am Triangel in St.Vith als Landesmeister feiern lassen. Es ist bereits sein siebter Titel, damit zieht er in Punkto Meistertiteln mit Legende Patrick Snijers gleich.
Die EBR wurde bei nasskaltem Wetter unter sehr schwierigen Bedingungen ausgetragen. Die Teams mussten viele Tücken auf den anspruchsvollen und vor allem rutschigen Strecken bewältigen. Hinter
Pieter Tsjoen wurden die starken Cedric Cherain und Co Pascal Lopes in einem Renault Mégane RS überraschend Zweite. Bruno Blaise wurde zusammen mit seinem Co-Pilot Alphone Noël aus Ligneuville in
ihrem Renault Clio RS fünftplatzierte, ein grandioses Ergebnis inmitten eines sehr starken Allradfeldes
Es bleibt zu hoffen das die EBR auch im Jahr 2012 wieder ausgetragen wird
Text und Bilder: Ernst Berg








