Der junge Laubuscher Thomas Robel ist ADAC Rallye Junior Cup Sieger 2010

Was für ein Finale

Laubuscher Motorsport Team sorgt für viel Aufregung beim Finallauf in Niederbayern

Das sächsische Motorsport Team aus Laubusch in der Lausitz erkämpfte am vergangenen Wochenende den ADAC Rallye Junior Cup Sieger Pokal 2010 bei der 47. ADAC 3-Städte-Rallye in Niederbayern.
 
Somit gehört Thomas Robel wohl zu den erfolgreichsten Motorsportlern Deutschlands. Als einziger Junior ist es ihm gelungen, in den beiden, neben der Deutschen Rallye Meisterschaft, wichtigsten Rennserien den Juniortitel zu gewinnen. In der Deutschen Rallye Serie ist er neben dem Gesamtsieg 2008 auch dreimaliger Juniorchampion. Die Krönung ist nun der Juniortitel in der ADAC Rallye Masters und in der HJS Diesel Rallye Masters.
 
Allerdings war es ein hart erkämpfter Titel, denn zum Beginn des Finallaufs sah es sehr schlecht aus für das Team ToRo-Motorsport.
 
Nach einer Anfangs fatalen Fehleinschätzung bei der Reifenwahl fanden sich Thomas Robel (Laubusch) und Henry Wichura (Berlin) nach der ersten Schleife mit über 2 Minuten Rückstand auf die Spitzeim hinteren Drittel des Feldes wieder.
 
Das hieß für die Servicejungs jede Menge Arbeit. In den 20 Minuten der ersten Rennpause wurden neben Regenreifen auch einige Änderungen an der Fahrwerkseinstellung des VW Golf V TDI vorgenommen.
 
Mit neuem Mut setzten Thomas und Henry nun in der zweiten Schleife alles daran, den Abstand zur Spitze nicht noch größer werden zu lassen.
 
Nach wiederum drei absolvierten Wertungsprüfungen (WP) ging es in der Mittagspause erneut zum großen Service.
 
Der sonst so tadellose VW Golf V TDI funktionierte immer noch nicht wie bei ToRo Motorsport gewohnt:  „Ich rutsche...!“ war der einzige Kommentar von Thomas zur besagten zweiten Schleife.
 
Die Servicejungs setzten nun auf eine Mischung zwischen Regen- und Trockenreifen, führten noch einige Änderungen am Fahrwerk durch und der abergläubige Teamchef Heinz Uwe Robel brachte noch einen Hinweis an Thomas: „Wir sind auf der Hinreise in Chemnitz unter einer Brücke hindurch gefahren, die ein Zug überquerte - das bedeutet Glück!“
 
Gar nicht zu reden von der schwarzen Katze, die auf der Anreise von rechts nach links unseren Weg kreuzte!
 
 
Die neue Devise für die letzten drei WP's :
Volle Attacke – alles oder nichts – Sekt oder Selters!
 
Mit viel Optimismus und schon wieder einem kleinen Lächeln ging es für Thomas und Henry nun auf die letzten drei verbliebenen Wertungsprüfungen – und siehe da: Mit einer Gesamtbestzeit arbeiteten sich die beiden Lausitzer wieder in die Punkteränge zurück.
 
Auf der letzten Wertungsprüfung brannten Thomas und Henry die zweite Bestzeit des Tages in den Asphalt und wie der Teamchef schon orakelte, kam dazu auch noch das „Glück der Tüchtigen.“
Der direkte Konkurrent Holger Knöbel musste nach einem Fahrfehler seinen Opel Astra GTC auf den letzten Metern zum Ziel mit abgerissener Lenkung abstellen.
 
Somit genügte den Laubuschern ein vierter Gesamtrang, um den bisher größten Erfolg ihrer Kariere zu erringen.
 
Thomas Robel zum  Saisonverlauf
 
"Nie hätten wir am Anfang des Jahres an eine so erfolgreiche Saison in der extrem hart umkämpften ADAC Rallye Masters geglaubt.
 
In meiner ersten kompletten Saison im Golf V TDI, so weit nach oben in der Tabelle zu kommen ist an sich schon eine Sensation. Dazu auch noch den Juniortitel zu gewinnen, bestätigt wieder einmal die Perfektion, mit der das gesamte Team das ganze Jahr über gearbeitet hat.
 
Allen meinen Fans, Freunden, den Sponsoren und natürlich meiner Familie - zu der ich auch mein Team zähle – dafür recht herzlichen Dank."
 
Nach der Saison ist vor der Saison
 
Durch den Erfolg in diesem Jahr sind auch neue Partner aus der Wirtschaft auf das Team ToRo-Motorsport aufmerksam geworden, was für die kommende Saison 2011 eine ganz neue Perspektive für die jungen Sachsen bedeuten kann.
 
Sobald die Gespräche zu einem Ergebnis kommen, wird an dieser Stelle sicher darüber zu lesen sein.
 
Weitere Informationen zum Team ToRo Motorsport finden Sie unter:
www.toro-motorsport.de

Bild & Text : Mathias Mahrholz